Jahresfehlbetrag in Rekordhöhe bei Mister Spex
Negativen Einfluss auf den Umsatz hätte die Reduzierung der Rabatte gehabt, entsprechend sei das EBITDA zurückgegangen. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei -2,7 % und bewegte sich damit innerhalb des (nach unten) angepassten Preiskorridors von +1 bis -4 Prozent. Der Barmittelbestand beläuft sich auf 72 Millionen Euro, der Free Cashflow auf -37 Millionen Euro. Auch wenn darin einmalige Aufwendungen in Höhe von 13 Millionen Euro im Zusammenhang mit „SpexFocus“ (Restrukturierungskosten wie Filialschließungen, Freistellungszahlungen sowie die Aufwendungen zur Marken-Repositionierung) enthalten sind, bleibt auch nach Abzug ein Minus von nahezu 25 Millionen Euro stehen.
Prognose für 2025: Umsatzrückgang, aber höherer Bestellwert
Für 2025 erwartet Mister Spex ein weiterhin herausforderndes Einzelhandelsumfeld. Darüber hinaus würden sich Preis-Repositionierung und die Reduzierung von Discounts negativ auf das Umsatzwachstum auswirken. Dementsprechend rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzrückgang von -5 bis -10 Prozent. Der Vorstand will vor allem nicht-profitable Umsätze weiter massiv reduzieren. Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2025 setzt Mister Spex zudem EBIT als zentrale Leistungskennzahl ein, um die operative Performance klarer darzustellen, Transparenz über nachhaltige Profitabilität zu schaffen und die Grundlage für langfristige Wertschöpfung zu legen. Die EBIT-Marge werde voraussichtlich zwischen -5 und -15 Prozent liegen (2024: -35 %). Die größten Schritte erhofft sich Mister Spex durch eine Steigerung des durchschnittlichen Bestellwerts, unterstützt durch Preisanpassungen, eine optimierte Produktmix-Strategie und den Ausbau des margenstarken Brillenglas-Portfolios.